Eine ansehliche Schar von 14 Seniorinnen und Senioren nahm Mitte August bei idealen Wetterbedingungen die Zweitagestour in Angriff. Nach der Anfahrt von Linthal zur Tierfehd mit dem Alpentaxi brachte uns die vollautomatische Seilbahn hinauf ins Kalktrittli. Der Hinweis "Unterhaltspersonal hat Vorrang" machte uns bewusst, welche Bedeutung diese Bahn für das Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern der Axpo hat, in seiner Funktion als grosse Batterie. Es kann das Wasser im Muttsee bei Strombedarf turbinieren und bei Überschuss vom tieferen Limmernsee wieder hochpumpen.
Bei schönstem Sonnenschein zogen wir den Aufstieg zur Muttseehütte via Muttenwändli der "Indoorvariante" durch den 3 Kilometer langen Stollen vor.
Steile Partien und teilweise ausgesetzte, mit Ketten gesicherte Stellen inmitten dieser imposanten Bergwelt auf Säntishöhe führten uns zur Mittagsrast bei der Muttseehütte.
Nach der Stärkung ging es weiter über die Krone der Staumauer und via Kistenpass am Fuss des einrücklichen Kistenstöcklis vorbei zu unserem Etappenziel, der Bifertenhütte AACB (Akademischer Alpenclub Basel). Dort hat uns Regina Köhle freundlich empfangen und zusammen mit ihren Helferinnen bestens mit Speis und Trank versorgt. Die Hütte hat lediglich 24 Schlafplätze und wurde vor wenigen Jahren sorgfältig renoviert.
Gegen Morgen kam ein starker Wind auf, der sich dann mit Sonnenaufgang wieder beruhigte. Nach dem Morgenessen nahmen wir den Aufstieg aufs Kistenstöckli in Angriff. Dieser Berg mit seinen 2720 m steht wie ein Stöckli Glarner Schabzieger in der Landschaft: steile Flanken mit Geröllschutt wechseln zuoberst zu einer grossen ebenen Terrasse mit unzähligen Steinmannli. Der Ausblick hinunter in die tiefen Einschnitte und zum Limmernsee ist beeindruckend.
Vorbei an der Hütte stiegen wir nun auf einfachem Weg über 1000 Hm hinunter zum Sessellift bei Burleun und fuhren bequem ins Tal nach Brigels. Mehr oder weniger schläfrig verbrachten wir die Fahrt in der RhB von Tavanasa nach Chur. Dort zerstreute sich unsere Gruppe zufrieden mit dem Erlebten und dankbar für die unfallfreie Tour.


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